Salatsoßen - easy, gesund & lecker

Salatsoßen sind nicht gleich Salatsoßen

Salatsoßen selber machen? Bisher war ich, gerade beim Camping, eher der Typ, der schnell mal die Salatsoßen-Tüte aufriss, mit den entsprechenden Zutaten anrührte und lieblos über das grüne Etwas kippte, was man umgangssprachlich als Salat bezeichnete. Kurz mit dem Salatbesteck mischen – fertig! Ja, so sah meine Salatsoßenkreation aus. Und ganz ehrlich: Eigentlich mochte ich sie noch nicht mal. Aber Salat ist gesund haben sie gesagt. Sie haben nicht gesagt, dass es auch schmecken muss 😁.

Doch ich sage nun: Salat schmeckt mega lecker – falls du die RICHTIGE Salatsoße hast.

Denn das war auch bisher immer mein Fehler. Ich hatte einfach nicht die Richtige. So eine, die wirklich schmeckt. Eine, die man einfach zubereiten kann. Eine Salatsoße, die man auch unterwegs, ohne Umstände, beim Camping und auf dem Boot selber machen kann.

Beim Camping wird, neben der Zubereitung mit dem Omnia-Backofen, auch sehr gerne der Grill angeschmissen. Zumal dazu natürlich auch immer ein toller Salat passt. Insofern liegt es einfach nahe, dass ich für meinen Camping-Food-Blog jetzt auch Rezepte für Salatsoßen veröffentlichen werde. Denn Salatsoßen selber machen ist easy peasy.

Dressing oder Vinaigrette?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Dressing und Vinaigrette?

Also eins haben beide gemeinsam: Man nennt beide Salatsoßen 😁. Aber es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen den beiden Salatsoßen. 

Die Vinaigrette

Vinaigrette leitet sich vom französischen Wort vinaigre ab und bedeutet Essig. Die Vinaigrette basiert stets auf demselben Grundrezept. Es handelt sich dabei nämlich um eine fein säuerliche Soße auf Essig-Basis, die mit Öl, Salz, Pfeffer und bei Bedarf mit Kräutern hergestellt wird. Die Vinaigrette hat eine dünnflüssige Konsistenz. Soll sie eine stabilere Konsistenz bekommen, kann Senf oder Eigelb untergerührt werden. 

Zitronen-Thymian-Vinaigrette im Glas mit frischen Zutaten selber gemacht

Das Dressing

Das Dressing hingegen ist in seiner Grundzutat nicht so festgelegt wie die Vinaigrette. Hier gibt es zahlreiche Variationen, wie z.B. beim Cäsars Salad oder beim Thousand Island Dressing zum Einsatz kommen. Durchgesetzt hat sich die Bezeichnung vor allem für cremige Soßen, die auch als Dip oder Aufstrich verwendet werden können. Dressings basieren daher zumeist auf Joghurt, Milch, Sahne und Mayonnaise – sie haben also eine dickflüssige, emulsionsartige Konsistenz. Im Falle des Cäsars Dressing handelt es sich dabei um geriebenen Parmesan, der mit den übrigen Zutaten vermischt wird, wohingegen Joghurt und Mayonnaise das Thousand Island Dressing dominiert.

Ein weiterer Unterschied zwischen Vinaigrette und Dressing besteht darin, dass ein klassisches Dressing nicht ausschließlich zum Salat, sondern auch zu Fleischgerichten passt.

Eine Vinaigrette ist zudem auch kalorienfreundlicher, da sie nicht mit Milchprodukten oder Mayonnaise zubereitet wird. Allerdings ist ein dickflüssiges Dressing eine geschmackliche Abwechslung, die perfekt zu grünem Salat mit Rohkost, wie Tomaten, Schlangengurke oder geraspelten Karotten passt.

Weißer Joghurt-Dressing, der auf buntem Salat mit Tomate, Mais und Ei gekippt wird

Frische Kräuter - Das Geheimnis für deine Vinaigrette oder das Dressing

Ich verwende ja immer sehr gerne frische Kräuter zum Kochen. Auch bei den Salatsoßen habe ich, nach Möglichkeit, frische Kräuter verwendet. Falls ich mal keine frischen Kräuter zur Hand habe, behelfe ich mich auch gerne mit tiefgekühlten Kräutern. Diese gibt es in kleinen Packungen, die auch in das Eisfach vom Wohnmobil o.ä. passen. TK-Ware finde ich jetzt noch etwas aromatischer  als getrocknete Kräuter. Mag sein, dass es Einbildung ist 🤷‍♀️. Von daher könnt ihr natürlich auch gerne getrocknete Kräuter verwenden.

Mit Kräutern könnt ihr jeder Salatsoße immer wieder eine neue geschmackliche Note geben. Ich habe z.B. immer eine Packung 8-Kräuter-Mischung oder auch Petersilie oder italienische Kräuter im Eisfach. Wichtig ist: Keine Angst vor „Kräutern” haben. Ihr findet in meinen Rezepten wirklich wilde Kombis. Wer würde sich an Erdbeer-Rosmarin-Dressing so einfach herantrauen? Ich 😁. Und jetzt auch….DU 😁. Probier es auch. Ich gebe zu meinen Salatsoßen-Rezepten auch immer Serviervorschläge. Du bist also nicht alleine 😉.

Bei der Verwendung von Kräutern gilt:

Kräuter entfalten erst nach einer kleinen „Ziehzeit” ihr volles Aroma. Zudem haben frische Kräuter mehr Aroma, als TK-Ware oder getrocknete Kräuter. Getrocknete Kräuter haben das wenigste Aroma. Deswegen muss man immer etwas mehr getrocknete Kräuter für Salatsoßen verwenden. 

Frische Kräuter für das Salatdressing

Einfache Zubereitung um Salatsoßen selber zu machen 

Wie auch bei meinen anderen Rezepten ist es mir bei den Salatsoßen insofern genauso wichtig, dass die Zubereitung nicht so aufwendig ist. Gerade beim Camping ist Zeit unserer wichtigster Freizeitfaktor. Und diese wollen wir mit Erholung gestalten. Aber Essen müssen wir halt auch 😁. Mit dem richtigen Equipment geht die Arbeit noch leichter von der Hand.

Zudem achte ich bei den Rezepten für die Salatsoßen auch wieder darauf, dass man nicht unendlich viele unterschiedliche  Zutaten benötigt. Schließlich sind wir im Wohnmobil, Wohnwagen oder auf dem Boot auch an die schrecklichen Komponenten „Zuladung” und „Platz” gebunden 🙄.

Deswegen findet ihr in meinen Rezepten auch viele Zutaten wieder, die sich in den Rezepten wiederholen – aber ohne langweilig zu werden 😉.

Übersichtliche Zutaten

Für Salatsoßen benötigt man immer folgende Zutaten:

  • Öl
  • Säure
  • Süßungsmittel
  • Emulgatoren
  • Salz
  • Pfeffer
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Öl

Als Öl verwende ich entweder neutrales Sonnenblumen- oder Rapsöl, dies haben wir meistens sowieso dabei. Zudem ist ein hochwertiges Olivenöl für Salatsoßen immer wichtig. Gute Erfahrung habe ich mit dem Olivenöl von Jordan* gemacht. Das ist nicht preiswert, aber unheimlich gut und vor allem hat es keinen penetranten Olivengeschmack, der jedes Salatvergnügen zerstören kann, wie Trump die USA. 

Natürlich kann man für Salatsoßen auch Öle mit einem intensiveren Aroma, wie z.B. Kürbisöl oder Leinöl verwenden. Jedoch muss jeder für sich abwegen, ob er hierfür Platz und das Gewichtspotenzial im Fahrzeug hat. Wohingegen die Flaschen, die meistens aus Glas sind, bereits ein Eigengewicht haben.

Daher habe ich meine Rezepte auf folgende Öle begrenzt:

  • Sonnenblumenöl
  • Olivenöl
  • Walnussöl

Die Säure

Neben dem Öl gehört natürlich auch die Säure, in Form von Essig oder Fruchtsäure, in eure Salatsoßen.

Meine Oma hat für Salatsoßen immer den berühmt-berüchtigten “Essig-Essenz” genommen. Diese Essigsorte hat einem nicht nur alle Geschmacksknospen zerstört, sondern dir auch im Vorfeld dein Riechorgan bis aufs äußerste gereizt, wobei man gedacht hat, dass jetzt die Einbalsamierung auf ägyptischer Art vollzogen wird 😂.

Obwohl Omas immer die besten Rezepte haben, verzichte ich in diesem Fall mal auf diese Art von Zubereitung und verwende alternativ eine mildere Essigsorte. 

Bei meinen Salatsoßen verwende ich gerne Orangen- und/oder Zitronensaft aus frischen Früchten. Alternativ ist es nicht verwerflich, wenn man Zitronensaft oder Orangensaft aus der Flasche verwendet. Zumal bei einigen Rezepten nur 1-2 EL Zitronensaft benötigt wird. Da ist es schon oft „zu schade” eine frische Zitrone aufzuschneiden, wenn man den Rest anschließend eventuell nicht mehr benötigt (es sei denn, ihr habt noch ein weiteres Salatsoßen-Rezept, was ihr am nächsten Tag zubereiten möchtet). Hinweise dazu findet ihr in den jeweiligen Rezepten.

Bei den Essigsorten habe ich gute Erfahrung mit weißen und dunklen Balsamico-Essig gemacht. Zudem sind diese beiden Sorten vielseitig einsetzbar.

Eine weitere Essigsorte ist „Apfelessig”. Dieser hat eine fruchtige Note. Ich verwende diesen Essig auch zum Brotbacken und hab ihn daher auch immer dabei.

Emulgatoren

Emulgatoren sind für das Verbinden von Essig und Öl essenziell wichtig.

Öl und Essig lassen sich nur schlecht verbinden. Damit man die Salatsoßen jedoch in ein homogenes Verhältnis zu bringen kann, benötigt man Emulgatoren. 

Hier wird nämlich eine Zutat, wie etwa Senf (alternativ Eigelb) benutzt, um eine „Brücke” zwischen Öl und Essig zu bilden und so die Salatsoßen erst perfekt und homogen zu machen. Dazu kommt dann noch kräftiges Mischen im Dressingshaker oder Verrühren mit dem Rührbesen/Stabmixer und schon hat man eine perfekte Grundlage für alle seine Salatsoßen.

Ich habe als Emulgator für die Salatsoßen Senf verwendet. Auf Eigelb als Emulgator habe ich, wegen der eventuelle nicht richtigen Lagerung im Fahrzeug, verzichtet.

Meine Senf-Empfehlung

Ich empfehle die Verwendung von Dijon-Senf. Mit seiner markanten Schärfe eignet er sich hervorragend zum Würzen und Verfeinern von Salatsoßen.

Zudem wird Dijon-Senf aus Braunsenfsaat gewonnen und mit Branntweinessig angesetzt. Das Besondere bei der Produktion von Dijon-Senf ist, dass die Körner während des Einmaischen ganz bleiben. Sie werden erst zum Schluss zermahlen, um ihre volle Schärfe zu entfalten.

Ihr findet in meinen Rezepten für Salatsoßen sowohl Dijon-Senf, als auch süßen Senf.

Wer sich nicht unbedingt noch „süßen Senf” anschaffen möchte, kann alternativ auch den Dijon-Senf mit Honig mischen. Hinweise hierzu findet ihr im jeweiligen Salatsoßen-Rezept.

Sofern ihr kein Dijon-Senf zur Verfügung habt, könnt ihr natürlich auch jeden Senf nehmen, den ihr habt. Gebt einfach euren Senf dazu 😉…

Süßungsmittel

Neben Säure ist für Salatsoßen ein Süßungsmittel genauso wichtig.

Während Zucker oft der 1. Gedanke bei Süßungsmitteln ist, muss man bei Zucker wissen, dass man so lange rühren muss, bis sich der Zucker tatsächlich aufgelöst hat. Das kann schon einige Zeit dauern.

Eine gute Alternative ist Honig oder Ahornsirup. Zudem sind sowohl Honig als auch Ahornsirup natürliche Süßungsmittel. Gerade, wenn man eine Allergie gegen Honig hat, ist Ahornsirup eine gute Alternative.

Beide Süßungsmittel verbinden sich prima mit den Zutaten der Salatsoßen, da die Zuckerkristalle bereits in der flüssigen Form von Honig oder Ahornsirup aufgelöst sind.

Natürlich kann man auch andere Süßungsmittel, wie Süßstoff, Birkenzucker, Xylit/Xucker, braunen Zucker oder den herkömmlichen Haushaltszucker verwenden.

In meinen Rezepten habe ich mich für das Süßen der Salatsoßen auf flüssigen Honig und Ahornsirup beschränkt.

Beim Honig habe ich Blütenhonig verwenden, da er mir geschmacklich schon immer sehr gefallen hat. Es spricht aber nichts dagegen, wenn jemand andere Geschmacksrichtungen, wie Akazienhonig o.ä. verwendet.

Süßes Dressing für Obstsalate

Du hast richtig gelesen 😁: Salatsoße für OBSTSALAT!

Hast du deinem Obstsalat bisher auch immer etwas Zucker und Zitronensaft bearbeitet? Ist ja auch nicht ganz falsch. Aber es geht auch anders: Es geht LECKER 🤤.

Warum machst du nicht mal ein Pina-Colada-Dressing als Salatsoße für dein Obstsalat? Oder wie wäre es mit einem süßen Joghurt-Dressing? Du glaubst gar nicht, wie du deine Obstsalat damit einen geschmacklichen Pfiff gibst. Frank ist immer fast vom Stuhl gefallen bei so viel „ohhh”…„ahhhh”…„wie lecker”. Und ganz nebenbei, habe ich ihm ganz viele Vitamine verabreicht 😁.

Geschmackssache

Und wie bei vielem, ist es auch bei den Salatsoßen reine Geschmacksache, was schmeckt und was nicht. Der eine mag es sehr säuerlich, der andere eher süß. So ist es auch beim Dressing. Und somit kann ich euch nur empfehlen, mit dem Essig/Fruchtsäure und dem Süßungsmittel rumzuexperimentieren. Wenn ihr keinen Honig oder Ahornsirup mögt oder nicht zur Hand habt, dann nehmt Zucker oder ein anderes Süßungsmittel eurer Wahl.

Sofern ihr nix mit Walnussöl oder Apfelessig am Hut habt….tauscht es aus 😊.

Ich kann euch nur Anregungen und Ideen mit auf dem Weg geben. Essen müsst ihr das ganz alleine 😉.

Bleibt gesund!

Eure Bianca